Online-PR und KI-Sichtbarkeit

von Bettina Gebhardt, Geschäftsführerin und Inhaberin von Kontx Kommunikation ![]()

Warum Online-PR zum strategischen Hebel für KI-Sichtbarkeit für Unternehmen wird
Das Thema Generative Engine Optimization (GEO) wird gerade intensiv diskutiert, denn das Suchverhalten nach Informationen, Produkten und Dienstleistungen befindet sich in einem grundlegenden Wandel.
Viele Unternehmen fragen sich, wie ihre Themen und ihr Website-Content für KI-Systeme aufbereitet sein müssen, welche Formate funktionieren und welche technischen Hebel die Sichtbarkeit in ChatGPT, Perplexity oder in Google Gemini erhöhen. Das Ziel: Empfehlungen für das eigene Unternehmen in den KI-Chats zu erhalten.
Denn KI-Sichtbarkeit ist die zukünftige Währung, um auf das sich verändernde Suchverhalten potenzieller Kunden zu reagieren. Wer als Unternehmen – ob KMU, Mittelstand oder Konzern, als Hersteller, Dienstleister oder Beratungsorganisation – nicht in den KI-Systemen erwähnt oder empfohlen wird, verliert entscheidende Marketing-Touchpoints.
Neben der inhaltlichen und technischen Optimierung der eigenen Unternehmenswebsite spielen allerdings externe Quellen – d.h. «fremde» Websites – eine nicht zu unterschätzende Rolle im Aufbau von KI-Sichtbarkeit.
Genau hier wird Online-PR zum strategischen Hebel: Digitale PR gewinnt für Unternehmen im KI-Zeitalter an zentraler Bedeutung.
Die Relevanz von Online-PR für KI gestützte Sichtbarkeit – und warum die Optimierung der eigenen Unternehmenswebsite allein nicht ausreicht
Viele Unternehmen denken beim Thema GEO zuerst an die eigene Website, insbesondere an eine bessere Struktur, zur Zielgruppe passenden Content, zitierfähige Textelemente wie FAQs, klare Überschriften und die technische Auffindbarkeit. All diese Aspekte bleiben relevant, allerdings arbeiten KI-Systeme bei der Erstellung ihrer Prompt-Antworten und Empfehlungen mit mehreren Quellen als nur der Website eines Unternehmens.
ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini entwickeln ihre Empfehlungen für Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen im Prozess des sogenannten Groundings, d.h. es werden im Rahmen einer Internetrecherche verschiedene Quellen durchsucht. Wer auch auf anderen Websites als Marke, Anbieter, mit seinen Services oder Produkten wiederholt und konsistent auftaucht, erhöht seine Chance, bei KI-Antworten berücksichtigt und empfohlen zu werden.
Die zentrale Frage lautet daher nicht nur: „Wie optimiere ich meine Website für KI?“
Entscheidend ist, wie ein Unternehmen in den Quellen auftauchen kann, die die KI-Systeme für ihre Antworten nutzen. Das ist ein wichtiger Perspektivwechsel in der GEO-Diskussion.
Daraus folgt: Wer nur die eigene Website optimiert, optimiert nur eine Seite der Medaille. Relevanz für eine KI-Empfehlung entsteht dann, wenn ein Unternehmen auch in externen Quellen präsent ist wie beispielsweise in journalistischen Beiträgen, auf Fachportalen und Vergleichsseiten, in Communities oder Videos, die von KI-Systemen häufig und gerne als Referenz herangezogen werden. Online-PR liefert hier also genau jene vertrauenswürdigen Signale von Autorität und Kontext, die KI-Systeme bevorzugen.
Was das für PR, Kommunikation und Marketing bedeutet
Für PR- und Kommunikationsprofis in Unternehmen ist das eine gute Nachricht. Denn was im KI-Zeitalter weiterhin zählt, ist belastbare Pressearbeit mit einem klaren digitalen Fokus. Lange galt klassische Pressearbeit als schwer messbar und wenig skalierbar. Im KI-Zeitalter erfährt sie jedoch eine neue strategische Bewertung.
KI-Systeme orientieren sich stark an journalistischen Qualitätsfiltern. Inhalte, die redaktionell geprüft, eingeordnet und veröffentlicht wurden, geniessen einen strukturellen Vertrauensvorsprung. Klassische Pressearbeit ist damit keineswegs überholt, sondern wird zum Fundament digitaler Sichtbarkeit.
Für die PR-Arbeit im Online-Kontext bedeutet das konkret:
- Unternehmensrelevante Themen statt austauschbarer Meldungen
- Redaktionelle Zuspitzung statt Massenversand
- Persönliche Kontakte statt „Zuspammen“
- Klare, inhaltlich fundierte Storys statt Produkt-Claims ohne Kontext
- Glaubwürdige, redaktionelle oder auch bezahlte Native-Ads Platzierungen in einem für das Unternehmen passenden Branchen-Umfeld
Das heisst für Unternehmens-GEO: Wer in journalistischen Kontexten sichtbar ist, erhöht die Chance, auch in KI-Antworten berücksichtigt zu werden.
Das Thema ist kein Spezialthema für Tech-Unternehmen oder grosse Marketingabteilungen. Es betrifft Unternehmen jeder Grösse und überall dort, wo Sichtbarkeit, Vertrauen, Reputation, erklärungsbedürftige Produkte oder Themen, Unterscheidungskriterien zum Wettbewerb und Nachfrage zusammenhängen.
Entscheidend ist, dass die Wirkung von Inhalten und Content nicht mehr bei Reichweite, Reputation oder Backlinks endet, sondern zusätzlich auf die KI-Sichtbarkeit für Unternehmen einzahlt.
«KI-Systeme verwenden in der Regel 6-8 Quellen, die zu einer Antwort führen. Daraus folgt: Ich muss als Unternehmen nicht nur meine eigene Website als Quelle für KI optimieren, sondern es schaffen, auch in anderen Quellen genannt zu werden. Beim Grounding sollte ChatGPT und Co. die Kernaussage zu meinem Unternehmen also möglichst auch prominent auf anderen Websites, Online-Magazinen oder Informationsportalen finden.»
Ulrike Haardt, SEO- und GEO-Expertin, München Relevanz wird damit zu einem messbaren KPI – nicht nur zu einer qualitativen Idee.
Wie Unternehmen mit digitaler Pressearbeit KI-gestützte Sichtbarkeit aufbauen können
Empfehlungen, Erwähnungen und allgemeine Sichtbarkeit in KI-Systemen werden nicht durch Einzelmassnahmen generiert, sondern durch Kontinuität auf Basis einer entsprechenden Online PR-Strategie. Erfolgreiche Unternehmen sollten hier auf thematische Klarheit, eine fachliche Positionierung und langfristige Medienpräsenz setzen.
Online-PR platziert Inhalte nämlich genau in jenen Umfeldern, die für KI-Systeme besonders relevant sind: in journalistischen Medien, Fachportalen und redaktionellen Kontexten. Diese Inhalte fungieren als externe Bestätigung der eigenen Kompetenz.
Während Owned Content auf der Unternehmenswebsite vor allem die eigene Perspektive abbildet, liefert Online-PR:
- Einordnung durch unabhängige Redaktionen
- thematische Verankerung in relevanten Diskursen
- Signale von Glaubwürdigkeit und Autorität
Damit wird digitale Pressearbeit zu einem zentralen Hebel, um KI-Sichtbarkeit systematisch aufzubauen. Statt Produktbotschaften stehen dabei Expertise, Einordnung und Mehrwert im Vordergrund.
Was eine gute digitale PR-Strategie dafür leisten muss
Damit Pressearbeit nicht nur ein Instrument zur Reputationssteigerung oder Medienpräsenz ist, sondern auch auf die KI-Sichtbarkeit eines Unternehmens einzahlt, muss eine PR-Strategie umgesetzt werden, die Unternehmen im Umfeld von vertrauenswürdigen, redaktionellen oder stark frequentierten Quellen wie Fach-Portalen, Online-Fachmedien, Verbänden für KMU oder die Industrie gut sichtbar platziert.
Eine wirksame digitale PR-Strategie im GEO-Kontext braucht:
- Redaktionell relevante Themen (wirtschaftlich- und branchenrelevant, ausgerichtet auf unterschiedliche Zielgruppen, nicht nur «Unternehmens-News»)
- Klare Positionierung (Wofür steht das Unternehmen?)
- Wiedererkennbare Begriffe (semantische Konsistenz)
- Gezielte Platzierung in passenden Quellen (Meinung, Stellung beziehen)
- Kontinuität statt Einmalaktionen
Was PR-technisch nicht funktioniert
- Generische Pressemitteilungen ohne Nachrichtenwert
- Unspezifische Massenausendungen an Medien
- Austauschbare Claims ohne Kontext
- Fehlende Abstimmung zwischen PR, Marketing und Vertrieb
GEO für Unternehmen belohnt gute PR-Arbeit, aber nur dann, wenn sie digital gedacht wird.
Warum persönliche Medienkontakte im KI-Zeitalter wichtiger denn je sind
Erfolgreiche Online-PR basiert nicht auf automatisierten Verteilern oder generischen Presseportalen. Entscheidend sind belastbare Beziehungen zu Journalistinnen, Journalisten und Redaktionen sowie ein tiefes Verständnis für redaktionelle Arbeitsweisen.
Persönliche Kontakte sorgen für Kontext, Einordnung und Qualität. Sie ermöglichen es, Themen passgenau zu platzieren und Inhalte dort sichtbar zu machen, wo sie tatsächlich Relevanz entfalten – und damit von für KI-Systemen als Quelle in Betracht gezogen werden. Ein gewachsenes Netzwerk zu relevanten Medien, mit dem auch wir in unserer PR-Agentur im Bereich Public Relations arbeiten, schafft damit einen entscheidenden Mehrwert, der sich nicht automatisieren lässt – weder durch Tools noch durch KI.
Backlinks vs. Brand metions: Online-PR als SEO-Treiber – auch im GEO-Zeitalter
Im aktuellen Wandel des allgemeinen Suchverhaltens von Nutzerinnen und Nutzern lassen sich PR, SEO und GEO nicht mehr getrennt denken. Online-PR verbindet journalistische Glaubwürdigkeit mit digitaler Auffindbarkeit und strategischer Sichtbarkeit in KI-Systemen. Für das klassische SEO sind Backlinks (Verlinkungen von anderen Websites) weiterhin ein wichtiger Vertrauensfaktor, denn sie geben den Suchmaschinen das Signal von Seriosität, Trust und Relevanz – und helfen so dabei, gute Rankings bei Google zu erzielen.
Im Kontext von Generative Engine Optimization (GEO) wird ein zusätzlicher Punkt wichtig: Für die KI-Sichtbarkeit kann bereits die Nennung eines Unternehmens, Produkts oder einer Dienstleistung in externen Quellen relevant sein, auch ohne klassischen Backlink.
Diese Erkenntnis ist für die PR-Arbeit und das Marketing ein starkes Signal. Denn damit erweitert sich der Wirkungsraum der digitaler PR deutlich:
- nicht nur Linkbuilding zählt
- auch kontextstarke Erwähnungen erhalten Gewicht
- entscheidend ist, wo, wie und in welchem Zusammenhang eine Marke, ein Unternehmen und dessen Produkte genannt werden
Auch im GEO-Zeitalter fungieren Backlinks aus glaubwürdigen Medien und Quellen als indirekte Vertrauensindikatoren. Im GEO-Kontext braucht ein thematisches Signal jedoch nicht mehr den konkreten URL-Verweis, sondern «nur» eine möglichst konsistente, über alle Kanäle hinweg einheitliche Produkt- oder Unternehmenserwähnung.
Das ist ein zentrales Argument für Unternehmen, GEO zusätzlich zu SEO in ihre Marketing- und PR-Arbeit zu integrieren.
Praktische Konsequenz: PR, Marketing und Vertrieb müssen enger zusammenarbeiten
Ein häufiges Problem in Unternehmen besteht darin, dass die PR-Agentur an der Reputation eines Unternehmens arbeitet, das Marketing-Team an der Sichtbarkeit und der Vertrieb an Leads. Jede Funktion optimiert ihre eigenen Ziele, ohne, dass sich die drei Disziplinen untereinander abstimmen.
Im KI-Zeitalter sollte diese Handlungsweise überdacht werden, denn KI-Sichtbarkeit für Unternehmen entsteht genau an der Schnittstelle dieser Disziplinen:
- PR schafft seriöse Inhalte, Glaubwürdigkeit und externe Erwähnungen
- Marketing sorgt für konsistente Themenführung und Produktzuordnung
- Vertrieb kennt die echten Kundenfrage, Wünsche und Einwände
Im Zusammenspiel dieser drei Disziplinen entsteht die stärkste GEO-Strategie für Unternehmen.
Mit diesen vier Fragen können Unternehmen das Thema GEO-Strategie anstossen:
- Zu welchen Suchanfragen bzw. bei welchen Prompts wollen wir in KI-Antworten vorkommen und empfohlen werden?
- In welchen externen (Fach-) Quellen müssen wir dafür sichtbar sein?
- Welche Themen/Stories sind inhaltlich und redaktionell für die Platzierung in diesen Quellen und zugleich für unsere Zielgruppen wirklich relevant?
- Welche Begriffe, Beschreibungen und Definitionen unserer Produkte, Services und unseres Unternehmens verwenden wir konsistent über Website, PR und Marketing hinweg und wollen uns damit auch positionieren?
Fazit: Online-PR wird zum strategischen Faktor für KI gestützte Sichtbarkeit
Die GEO-Diskussion konzentriert sich häufig auf die Content-Struktur und die Website-Optimierung. Das ist sinnvoll, aber nicht ausreichend. Die eigentliche strategische Frage lautet: Wie schafft es ein Unternehmen, in jenen relevanten Quellen präsent zu sein, welche KI-Systeme für die Generierung von Antworten und Empfehlungen nutzen?
Die Lösung führt direkt zu Online-PR und digitaler PR.
Die drei wichtigsten Takeaways:
- KI-Sichtbarkeit für Unternehmen entsteht dort, wo Unternehmens-Inhalte öffentlich durch andere Websites bestätigt werden.
- Online-PR verbindet journalistische Glaubwürdigkeit mit digitaler Auffindbarkeit.
- Damit wird digitale PR-Arbeit zu einem strategischen Hebel für GEO.
Wer in KI-Antworten stattfinden will, muss glaubwürdige, thematisch und zielgruppengerechte Inhalte entwickeln und platzieren, um so in relevanten Quellen für die KI stattzufinden.
Lassen Sie uns über den Aufbau Ihrer KI-Sichtbarkeit sprechen
Als erfahrene PR-Agentur in der Schweiz sind wir spezialisiert auf massgeschneiderte, wirksame Kommunikationsstrategien, der Identifizierung und inhaltlich starken Ausarbeitung von Themen und dem richtigen Netzwerk für die konkrete Medienarbeit. So machen wir Unternehmen wie Konzerne und KMUs, aber auch KKUs, Verbände und Start-Ups sichtbar und erfolgreicher. Wenn auch Sie von strategischer Online-PR für mehr Sichtbarkeit und Relevanz in führenden KI-Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini profitieren möchten, lassen Sie uns gerne ein unverbindliches Kennenlern-Gespräch vereinbaren. Wir sind ein interdisziplinäres Team von erfahrenen Beratern und arbeiten ebenso mit GEO- und SEO-Experten zusammen.